Sri Lanka Rundreise – zwei Wochen zwischen Dschungel, Teeplantagen und Traumstränden
Von der Dschungelnacht in Sigiriya über den Zahntempel in Kandy und die legendäre Zugfahrt nach Ella bis zum Surfen in Hiriketiya und den Babyschildkröten in Mirissa: unser Reisebericht aus zwei Wochen Sri Lanka – mit Wasserfällen, Kochkurs, einem Safari-Reinfall und viel zu lauten Städten.

Unsere Route auf einen Blick
Rundreise im Uhrzeigersinn zurück nach Colombo · Klammer = Nächte vor Ort · gepunktete Abzweige = Tagesausflüge von Weligama · 14 Nächte / 15 Tage
Inhalt+
- Ankunft
- Was die Reise gekostet hat
- Sigiriya: ein Hotel mitten im Dschungel
- Kandy: Zahntempel und verschlossene Türen
- Mit dem Zug nach Ella
- Ella: Wasserfall, Teeplantage und Kochkurs
- Safari-Reinfall und Fahrt an die Küste
- Hiriketiya: Surfen und Entspannen
- Weligama und Mirissa
- Galle: heißer Tag in der Altstadt
- Der letzte Tag und die Abreise
- Mein Fazit
- Galerie
- Q & A
Ankunft
Los ging es mit einem langen Anreisetag. Gut gestärkt nach einem Frühstücksbuffet am Flughafen starteten wir mit 9,2 kg und 10 kg Rucksack (plus ordentlich Handgepäck) in den Flieger. Nach knapp sechs Stunden Flug landeten wir für einen dreistündigen Zwischenstopp in Doha, dann ging es vier Stunden weiter nach Colombo. Auf dem letzten Flug saß Sulakkya neben uns, der schon 14 Stunden Anreise aus Texas hinter sich hatte, da wollten wir uns nicht beschweren. Da er ursprünglich aus Sri Lanka kommt, bekamen wir von ihm schon die ersten Tipps, zum Beispiel, welche Drinks wir gegen einen Hangover probieren sollten. Zum Glück klappte alles mit den Rucksäcken nach der Landung, wir bekamen SIM-Karten und ein Fahrer vom Hotel holte uns direkt ab. Etwa um 5 Uhr Ortszeit, nach 18 Stunden Reise, fielen wir ins Bett.
Was die Reise gekostet hat
Wir haben über die zwei Wochen alle Ausgaben mitgerechnet:
Kosten für 2 Personen
Gesamt 3.794 €⌀ pro Tag 142 € für 2 Personen (71 € p. P.) · ohne Flüge
- Flüge1.664 € · 44%
- Unterkünfte725 € · 19%
- Sonstige Ausgaben454 € · 12%
- Restaurants & Essen393 € · 10%
- Transport vor OrtZug, TukTuk, Fahrer297 € · 8%
- Freizeitaktivitäten & Eintritte261 € · 7%
Für Sri Lanka ist das ein Mittelklasse-Budget. Man kann auch günstiger reisen (ca. 30–40 € pro Person und Tag mit Hostels, Bussen und Streetfood) oder luxuriöser (ab 120 € pro Person und Tag).
Sigiriya: ein Hotel mitten im Dschungel
Direkt wieder ein Reisetag: Bis 11 Uhr geschlafen, ausgecheckt, ein leckeres Mittagessen genossen und dann 3½ Stunden nach Sigiriya. Obwohl das Englisch unseres Fahrers dürftig war, war die Fahrt recht unterhaltsam. Inklusive einiger Affen-Stops verging die Zeit schnell.
Das neue Hotel mitten im Dschungel sagte uns irgendwie gar nicht zu, verlassen, dunkel und eher gruselig. Die Aussicht, dass abends ein wilder Elefant im Dunkeln auf der Einfahrt stehen könnte, beruhigte uns nicht gerade. Also liefen wir zur Hauptstraße und genossen schlechte Cocktails und einen schlechten Burger, für ein Bier wechselten wir noch in eine Bar. Auch wenn das Bier warm war und nur mit (verbotenerweise) ein paar Eiswürfeln genießbar, begannen wir, unsere Reiseplanung zu optimieren und waren optimistisch für die nächsten Tage. Eigentlich hatten wir hier zwei Nächte gebucht, entschieden uns aber schon jetzt, nach der Sonnenaufgangswanderung direkt nach Kandy weiterzuziehen. So unbelebt wollten wir nicht länger bleiben.
Kurz nach ein paar beunruhigenden Geräuschen in der Nacht klingelte am nächsten Morgen der Wecker um 5:00 Uhr. Draußen war es dunkel und definitiv zu gruselig, also trödelten wir extra herum und warteten, bis die Sonne etwas aufging, um uns im Notfall im Hellen den Elefanten stellen zu können. Während wir auf ein Tuk-Tuk warteten, probierte ich Honey Hopper zum Frühstück. In fünf Minuten erreichten wir den Pidurangala Rock. Zuerst ging es am schlafenden Buddha vorbei, auch mit geschlossenen Augen durften Knie und Schultern nicht sichtbar sein. Danach begann ein kurzer, aber anstrengender Aufstieg, bei dem am Ende sogar etwas geklettert werden musste. Weil die meisten Leute schon zum Sonnenaufgang oben waren, kam uns unsere Verspätung zugute: Wir hatten die Aussichtsplattform mit dem Blick auf den Lion Rock fast für uns allein.
Kandy: Zahntempel und verschlossene Türen
Eine über zweistündige Autofahrt, die sich deutlich länger anfühlte, brachte uns nach einem kleinen Frühstück nach Kandy. Die Dschungelgeräusche hatten wir gegen lautes Autohupen eingetauscht, gut, dass ich Oropax dabei hatte. Das Hotel wirkte dafür freundlicher, heller und zentraler. Nachdem wir noch etwas Bargeld getauscht und uns an einem 70-Cent-Essen gestärkt hatten, schauten wir uns den Zahntempel an, in dem sich angeblich der linke Eckzahn von Buddha befindet. Richtig beeindruckend war er nicht, aber auch wir ließen ein paar Blumen da, wer weiß, wofür das Karma noch gut ist.
Am großen Markt waren wir schnell genervt, weil alles überfüllt war und jeder einen penetrant überreden wollte, anzuhalten oder mit dem Tuk-Tuk irgendwohin zu fahren. In einem Rooftop-Restaurant gab es dafür eine Pizza, die dreimal so teuer wie alles andere hier war, aber Preis und Ausblick haben sich gelohnt. Danach noch ein kurzer Stopp in einer Bar, in der eher Fahrstuhlmusik lief und man wieder nur vermeintlich nett angesprochen wurde, um am Ende eine Tour verkauft zu bekommen. Zum Schock stellten wir danach fest, dass die Stadt wie ausgestorben und unser Hotel verschlossen war. Dass wir ab 22:30 Uhr nicht mehr reinkommen, hatte uns niemand gesagt. Nach mehrmaligem Anrufen machte uns jemand auf, für den nächsten Abend verabredeten wir schon mal einen Spieleabend auf dem Balkon, denn das Erlebnis brauchten wir kein zweites Mal.
Ruhiger verlief der nächste Tag. Nach einem typisch sri-lankischen Frühstück, Roti mit Curry, fuhren wir etwa eine Stunde mit dem Tuk-Tuk zum Ambuluwawa Tower, einem markanten Turm, der architektonische Elemente verschiedener Religionen vereint. Das Wetter war leider nicht auf unserer Seite: Wir kamen bei starkem Gewitter an. Der Ausblick war besser als gedacht, aber ganz nach oben trauten wir uns nicht, weil der Turm eher instabil wirkte und alles rutschig, nass und windig war. Auf dem Rückweg legten wir noch einen 90-minütigen Stopp im Botanischen Garten ein, den wir fast für uns allein hatten. In den Bäumen entdeckten wir immer mehr Flughunde, je länger wir schauten. Abends probierten wir endlich Kottu Roti: Das Roti wird in Streifen geschnitten und mit pikanten Gewürzen und Gemüse angebraten, eine leckere Abwechslung zum vielen Reis.
Mit dem Zug nach Ella
Für die legendäre Zugfahrt von Kandy nach Ella klingelte der Wecker um 7:00 Uhr. Online sind die Tickets seit Wochen ausverkauft und einen richtigen Fahrplan gibt es sowieso nicht. Unser Glück: Ziemlich als Erste am Bahnhof hatte gerade jemand ein Ticket für vier Personen storniert, zwar nur in der 3. Klasse, aber wir nahmen es trotzdem und verkauften die zwei übrigen Plätze noch an zwei Mädels aus Mainz. Nebenan im Stehabteil war nicht mal Platz, um sich umzudrehen, wir dagegen hatten halbwegs komfortable Sitzplätze mit Fenster.
Das eigentliche Highlight: die offenen Türen während der Fahrt und der Blick auf zahllose Teeplantagen. Aber nach spätestens fünf Stunden wird man auch von der schönsten Aussicht müde. Nach insgesamt 7,5 Stunden Zugfahrt, also quasi von Köln nach Sylt, hatten wir hoffentlich die längste Strecke des Urlaubs hinter uns, die halbe Zugerfahrung hätte auch gereicht. In Ella waren wir dafür direkt positiv überrascht: endlich ein paar Bars und Kneipen. Schnell ins Wood House, in dem wir uns mit mega Aussicht richtig wohlfühlten und dann mit Mordshunger in die Stadt. Das Kottu schmeckte besonders gut und zur Feier des Tages gab es kaltes, gezapftes Bier. Im Woodhouse schlief es sich diese Nacht besonders gut.
Ella: Wasserfall, Teeplantage und Kochkurs
Ein Fahrer für den Tag: Das organisierte unser Gastgeber nach einem leckeren Frühstück mit traumhafter Aussicht, heutiges Upgrade eine Bluetooth-Box, mit der es auf Wunsch des Fahrers eine kleine Peter-Fox-Soundprobe gab. Nach 20-minütigem Klettern erreichten wir fast allein einen traumhaften Wasserfall. Bei strahlendem Sonnenschein tat die Erfrischung gut, auch wenn ein paar beißende Fische im Becken für den ein oder anderen spontanen Sprung zur Seite sorgten.
Weiter ging es zur größten Teefabrik Ellas. Weil uns nur noch eine Stunde bis zum Regen blieb, machten wir zuerst die Tour durch die Teeplantage. Schlau gemacht: Wir zahlten nicht nur Eintritt, sondern halfen auch bei der Ernte. Unser selbst gepflückter Tee ist innerhalb von 38 Stunden exportfähig und landet vielleicht nächste Woche schon irgendwo in einer Tasse. Nach einer Führung durch die Teeproduktion gab es noch ein Tasting, dann ging es genau abgepasst im strömenden Regen zurück. Schon wieder wurde gearbeitet, diesmal fürs eigene Essen: Nach kurzer Pause folgte gegen 17 Uhr ein Kochkurs. Aber die Arbeit hat sich gelohnt: verschiedene Currys und selbst gemachtes Brot. Den Abend ließen wir bei Bier und guter Musik ausklingen.
Safari-Reinfall und Fahrt an die Küste
Die letzte lange Reise stand am nächsten Morgen an. Nach dem Frühstück mit traumhaftem Blick schauten wir uns noch die Nine Arches Bridge an, unserer Meinung nach völlig überbewertet, voller Touristen und mit Blick auf eine Baustelle. Schon auf dem Weg blockierten einige Elefanten unseren Weg, ein Erlebnis, das selbst unser Fahrer sichtlich nervös machte.
Die gebuchte Safari war dann schlichtweg enttäuschend: vier Stunden Geholper über die größten Schlaglöcher und außer Nackenschmerzen blieb wenig hängen. Nach 3,5 Stunden Tortur sahen wir endlich Elefanten, waren aber so k. o., dass wir vor allem froh waren, den Parkplatz wieder zu erreichen. Für uns reicht das maximal für eine schlechte Google-Bewertung. Zur Krönung gab es schlechtes Essen und eine zweistündige Fahrt nach Hiriketiya. Der Taxifahrer hatte uns inklusive Safari-Tour den gesamten Tag begleitet. Endlich an der Küste angekommen: Die Betten waren gemütlich und das erste Dschungelhotel schien zum Glück ein Einzelfall gewesen zu sein.
Hiriketiya: Surfen und Entspannen
Ganz nach meinem Geschmack war der nächste Tag. Während Laura den Schlafmangel der letzten Tage ausglich, war ich schon vor 9 Uhr am Strand und schnappte mir vor allen Surf-Lessons das erste Board. Auch wenn meine erste Surfstunde schon etwas her war, stand ich nach kurzer Zeit recht souverän und kam zu dem Schluss, dass ich eigentlich ganz passabel bin. Mittags war es dann viel zu voll, um ohne Surflehrer noch einen Platz zu finden und trotz Lauras lebhafter Imitation unseres letzten Surflehrers Alfonso gab es kaum Wellen und nur einen Sonnenbrand. Nach ein paar Stunden Entspannung entschädigte uns dafür eine auf gute Empfehlung bestellte, wahnsinnig leckere Pizza.
Zu meinem Glück fand ich am Tag darauf wieder T-Shirts am Strand. Das längste verdeckte immerhin einen großen Teil des Sonnenbrands, für die verbrannten Kniekehlen reichte es leider nicht. Mit ein bisschen Hilfe von Laura und der Imitation eines professionellen Surflehrers ließen sich ein paar Wellen bis zum Strand nehmen. Am späten Nachmittag gab es noch ein Bodysurf-Duell gegen einen spanischen Familienvater, keine Chance, aber es reichte für ein anerkennendes „Good Performance". Immerhin habe ich 10:7 gegen Laura gewonnen. Das Nachtleben war auch hier, selbst samstags, sehr überschaubar.
Weligama und Mirissa
Etwa zehn Minuten fuhren wir morgens zum Turtle Point, einem kleinen, süßen Strand, außer einer Schildkröte gab es aber nicht viel zu sehen. Als es zu voll wurde, ging es rüber nach Weligama, in das schönste Hotel der Reise. Für umgerechnet knapp drei Euro leiht man sich dort ein Surfbrett und bekommt die Sonnenliege umsonst dazu. Die Wellen sind super anfängerfreundlich, sodass sich sogar Laura mit ihrem verletzten Knie die ein oder andere Welle traute und mit nur wenigen anderen Surfern im Wasser machte es gleich viel mehr Spaß.
Allein für mich startete der nächste Tag, denn die Bolognese war Laura nicht gut bekommen. Für umgerechnet 0,16 ct fuhr ich mit dem Bus nach Mirissa. Busfahren ist hier ein echtes Erlebnis: Der Bus hat immer Vorrang, es wird nur einmal gehupt und wer nicht schnell genug ein- oder aussteigt, fährt einfach weiter oder wird stehen gelassen. Am Parrot Rock, den man nur bei Ebbe betreten kann, waren nur noch Raben unterwegs und am Turtle Point gab es außer ein paar Fischen nicht viel zu erschnorcheln. Trotzdem ein schöner Strand zum Lesen. Danach wollte ich noch zum Coconut Tree Hill, was sich als gar nicht so einfach herausstellte: Bei Flut gibt es dorthin praktisch keinen Weg mehr. Auf dem Rückweg trieb ich noch Bananen und Milchbrötchen für Laura auf und nahm in der Apotheke ein paar Medikamente mit.
Besser ging es Laura zum Glück am Morgen darauf. Während sie sich an ein Milchbrötchen wagte, gönnte ich mir eine Ganzkörpermassage für nicht einmal 13 €. Mit dem Bus fuhren wir zu einer Schildkrötenaufzucht- und Schutzstation, wo wir einiges über die kleinen und verletzten Tiere erfuhren. Anschließend durften wir gegen eine Spende selbst zwei kleine Schildkröten ins Meer entlassen, gut fürs Karma, für eine lange Lebensdauer und die Fruchtbarkeit und einen Wunsch hatten wir auch noch frei. Ich bin mir sicher, dass der kleine Franklin jetzt 150 Jahre glücklich im Meer weiterlebt. Nach einem Besuch in einer kleinen Bucht in Anagahma liefen wir bei Sonnenuntergang am Strand entlang bis zu einer Klippe und erwischten gerade noch den Sonnenuntergang. Die Bucht und der Sonnenuntergang waren ein Traum.
Galle: heißer Tag in der Altstadt
Wegen des Lärms der direkt anliegenden Hauptstraße waren wir schon wieder gegen 6 Uhr wach, aber ein kurzes Frühschwimmen im Pool hob die Stimmung. Für unter 50 Cent pro Person ging es mit dem Bus die 30 km nach Galle. Kaum angekommen, wurde man von allen Seiten für eine Tour angesprochen, keine zwei Meter ohne ein „Hello Madam, TukTuk?". Weil die Sonne zu heiß zum Laufen war, ließen wir uns sogar zu einer Tour breitschlagen, die natürlich ein Reinfall war. Tatsächlich hat Galle aber eine schöne Altstadt: Die Stadt war ein bedeutender Handelshafen und die von den Niederländern gebaute, UNESCO-geschützte Festung hat sogar dafür gesorgt, dass die Altstadt beim Tsunami 2004 nicht zerstört wurde.
Weil Mittagssonne und Lärm ziemlich unerträglich waren, sparten wir uns den Markt und suchten die (nicht gekennzeichnete) Bushaltestelle. So sehr wie an diesem Tag haben wir uns in den zwei Wochen noch nie aufs Meer gefreut. Nach einer kurzen „Abkühlung" bei 29,6 Grad Wassertemperatur blieb der angesagte Regen aus. Also schnappten wir uns noch ein Surfbrett. Da man beim Surfen in einer Stunde rund 500 kcal verbrennt, hatten wir uns das anschließende Curry auf jeden Fall verdient. Schade nur, dass wir dieses richtig gute Curry erst am letzten Abend entdeckt haben. Auf dem Rückweg gönnten wir uns noch eine Fußmassage, danach ließ es sich richtig gut schlafen.
Der letzte Tag und die Abreise
Entspannt am Pool begann der letzte Tag, bevor wir uns nach dem Auschecken ein letztes Mal auf zum Strand machten. Noch einmal surfen, zum Abschluss eine kalte King Coconut und eine Rückenmassage, so lässt es sich entspannt in den Flieger steigen. Gut gesättigt durch ein letztes Curry starteten wir Richtung Negombo und entschieden uns zum Glück gegen den Highway-Bus (der auch mal fünf Stunden dauert) und für ein entspanntes 2,5-Stunden-Taxi. Kurz nach unserer Abfahrt wurde die komplette Autobahn bis Colombo für drei Stunden gesperrt, weil der indische Präsident anreiste, gutes Timing. Im strömenden Regen, also bei passendem Abreisewetter, checkten wir für eine letzte kurze Nacht ein, um 2 Uhr ging es zum Flughafen. Nach etwa 17 Stunden Rückreise kamen wir im ebenfalls sonnigen Deutschland an.
Mein Fazit
Sri Lanka ist eine sehr, sehr vielseitige und abwechslungsreiche Insel mit tollen Landschaften und beeindruckender Natur. Gerade die Berge mit ihren Wasserfällen und Teeplantagen sind einfach beeindruckend. Mir persönlich waren die Städte viel zu laut. Ella und Hiriketiya gefielen mir am besten und gerade unter Touristen haben wir uns dann doch am wohlsten gefühlt. Ein perfektes Land zum Surfen, weil man sich jederzeit und überall ein Board schnappen konnte und das Essen war nicht nur günstig, sondern superlecker. Ich hätte mich definitiv noch zwei weitere Wochen so ernähren können.
Mein persönliches Highlight waren der Wasserfall und der Kochkurs in Ella. Auch die erste Wanderung bei Sonnenaufgang mit Blick auf den Lion Rock war ein Erlebnis und die erste Surfstunde am frühen Morgen sowie das Aussetzen der kleinen Babyschildkröten werden wir wohl nicht so schnell vergessen. Eine Safari können wir dagegen nicht empfehlen und auch das ständige Handeln, egal um was, werde ich in Deutschland erst mal nicht vermissen.
Zwei Wochen sind knapp für eine Rundreise, aber ausreichend, um alle Eindrücke vom Strand bis zu den Bergen zu sammeln.
Galerie
Q & A
Lohnt sich der Lion Rock?+
Dort ist es in der Hauptsaison wesentlich voller, ich kann den Pidurangala Rock nur empfehlen, nicht so voll, nicht so langer Anstieg und die Aussicht auf den riesigen Lion Rock wunderschön.
Wie war das Essen in Sri Lanka?+
Ein Traum. Riesige Portionen, super frisches Gemüse und die besten Currys, die ich je gegessen habe. Keine Sorge, die Touristen haben immer die Chance, nur Western Spice zu bekommen. Auch als Vegetarier absolut kein Thema.
Was ist die beste Reisezeit für Sri Lanka?+
Für den Süden und Westen auf jeden Fall Dezember bis März, für den Osten Mai bis September. Wir waren ja nur im Süden und Westen unterwegs, wir waren am Rande der Hauptsaison da, also mussten wir mit dem ein oder anderen Schauer rechnen. Gerade in den Bergen hat sich es öfters mal zugezogen, am Strand hatten wir Glück.
Wie viel Budget brauche ich für 14 Tage Sri Lanka?+
Für zwei Personen haben wir insgesamt 3.798 € ausgegeben – das sind rund 142 € pro Tag bzw. 71 € pro Person und Tag. Darin enthalten sind alle Kosten für Unterkünfte, Transport, Essen und Aktivitäten. Die genaue Aufschlüsselung findest du oben im Beitrag.
Brauche ich ein Visum für Sri Lanka?+
Ja, für die Einreise nach Sri Lanka ist ein eVisum notwendig (ca. 50 USD pro Person).
Ist Sri Lanka sicher – auch für Frauen?+
Ja, wir haben uns nie unsicher gefühlt. Lediglich die Straßenverhältnisse können abenteuerlich sein. Aber dennoch: Passt auf euch auf, Mädels, lasst euch nicht abzocken und geht lieber zu zweit.
Sollte ich die Zugfahrt Kandy–Ella vorab buchen?+
Schwer zu sagen, online sind die Tickets oft Wochen im Voraus ausverkauft. Und ich habe bei meiner Recherche viel zu Abzocke gefunden. Wir haben uns vorher verrückt gemacht und es war kein Problem. In Nuwara Eliya kann man auch dazusteigen und ganz ehrlich, 4 Stunden der Zugfahrt reichen auch aus, also mein Tipp mit dem Taxi bis dahin und ab da bekommt man auf jeden Fall einen Platz.
Weiterlesen

God Bless America! 14 Tage Roadtrip durch Florida
Zwei Wochen mit dem Pickup durch Florida: vom Kennedy Space Center über Miami und die Keys bis in die Everglades, mit Line Dancing, Alligatoren, einem Attentatsversuch auf Trump und schließlich Hurrikan Helene, der unsere Route auf den Kopf stellt.

Zwischen Highlands, Harry Potter und Whisky: acht Tage Schottland
Von Glasgow über die Highlands mit ihren Seen und Schlössern bis nach Edinburgh: mein Reisebericht über eine Woche Schottland im Linksverkehr, auf Harry-Potter-Pfaden und mit deutlich mehr Regenjacke als geplant.

Von der ersten Welle bis an die Algarve – 17 Tage Portugal
Surfen lernen an der windigen Atlantikküste, Ausflüge nach Lissabon und zum Abschluss Buchten, Roller und Rooftop-Bars an der Algarve – 17 Tage zwischen Action und Erholung.